22.07.2016 Etappe89

Es war heute nicht mein Tag. Ich habe die Nacht so gut wie nicht schlafen können. Die Bedingungen waren aber auch nicht ganz einfach. Mein Weg führte mich auf einen Geröllweg. Tagsüber wäre es bestimmt schön gewesen, aber nachts ist es halt immer etwas gefährlich auf solchen unebenen Wegen. Dann habe ich auch noch die Abzweigung verpasst. Aber diese konnte man auch dieses mal wieder nicht auf Anhieb sehen. Ein schmaler Pfad zwischen den Büschen. Dann stand ich vor einem Tunnel oder einer alten Mine. So genau wußte ich nicht was es ist. Ein kleiner Eingang wie bei einer Mine. Da sollte ich rein? Laut GPS, ja. Na dann los. Etwas mulmig war mir schon, denn der normale Menschenverstand, sagt: Das machst du nicht. Dann flogen auf einmal unzählige Fledermäuse um mich rum, welche ich mit meiner Kopfleuchte aufscheuchte. Aber nicht so Kleine wie man sie von uns in Deutschland kennt. Das GPS Signal war auch weg. Naja es ging ja nur geradeaus. Nach ca. 500 Metern, welche mir ewig vor kamen, sah ich einen Erdhaufen. Das war der Ausgang. Verschüttet mit einem Loch wo man aber durch klettern konnte. Allerspätestens jetzt war ich wach. Von nun an ging es nur bergauf. Aber dafür auf einer Straße. Es zog richtig dichter Nebel auf, welcher aber etwas höher wieder verschwand. Nach 20 Km verließ ich die Hauptstraße und es ging von nun an nur über Felder weiter. Kurz nachdem ich die Hauptstraße verlassen hatte und etwas auf den Feldwegen lief, konnte ich ein tolles Schauspiel erleben. Der Nebel zog über die Bergwand an der ich enltang lief und versperrte mir die Sicht innerhalb einer Minute. Aber genauso schnell fiel er auch in das Tal zu meiner linken. Der rote Sonnenaufgang tat sein übriges, um diesen Moment wunderschön zu machen. Nach dieser Verschnaufpause, ging es weiter bergab. Der Nebel im Tal schütze mich noch ein wenig vor der Hitze, aber nicht lange. Wir hatten heute um 08:30Uhr schon 35Grad. Das einzige was in diesem Tal wächst, sind Kakten und trockene Büsche. Wichtig war das Wasser gut einzuteilen. Denn da es nur Querfeldein ging, gab es auch kein Treffen mit Miriam zwischendurch. Mein Puls signalisierte mir auch, dass es heute nicht der Tag zum Laufen ist. Er war zu hoch. Viel zu hoch. Ich habe es aber geschafft. 48,56Km mit 607Hm in 05:22Std:Min. Selten war ich soooo platt wie heute. Morgen ist es auch nochmal eine Kleine Etappe. Denke das tut mir auch mal ganz gut.


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