30.07.2016 Etappe97 Zieleinlauf Tarifa


Die letzte Etappe auf meiner langen und wunderbaren Reise quer durch Europa. Yes, ich habe es vollbracht oder in den Worten von John Rambo zu sprechen: „Mission erfolgreich beendet“!!! Es wird nicht der letzte Blogeintrag sein. Wenn ich mich gesammelt habe, werde ich euch noch einen Abschlußeintrag schreiben. Doch so viel vorab. Es war das geilste Rennen meines Lebens. Doch zu heute: Ich konnte gut und schnell einschlafen. Das lag auch vielleicht an den diversen Bier welche ich zur Beruhigung getrunken hatte. Doch ab 23:00 Uhr war ich stündlich wach. Kurz vor drei dachte ich hast noch fünf Minuten, ok es wurde dann halb vier. Aber um kurz nach vier ging es los. Ich war voll motiviert. Das machte sich auch an den Zeiten bemerkbar. Den Halbmarathon hatte ich nach ziemlich genau 2Stunden fertig und es blieb so, bis, ja bis ich auf einen Feldweg abbog und mitten im Nirgendwo auf Bullen traf. Ach du Schei... dachte ich. Ok, weitflächig umgehen. Bemerkt hatten sie mich nicht. Diese hatte ich dann umgangen, da standen schon die nächsten. Auch diese umlief ich dann. Mein Umweg führte mich zu einem Bach umgeben von Gebüsch und Dornen. Ich musste auf die andere Seite. Dort war aber ein Zaun und vor dem Zaun Dornen. Irgendwann fand ich dann ein Loch unter dem Zaun wo ich durchkriechen konnte. Diese Felder waren voll mit Pflanzen die Dornen hatten. Also schön ist anders. Wieder halbwegs auf der vorgegebenen Strecke, wieder Bullen und weiter weg schienen Kühe zu sein. Das war ein Moment wo ich ratlos mitten in der Pampa stand. So weit das Auge reichte Berge mit Feldern, keine Straße nichts. Ich musste da durch. Also suchte ich die Nähe zu den Kühen. Endlich wieder auf einem richtigen Weg angekommen lief es wieder. Meine gute Zeit war natürlich hinfällig. Laut GPS sollte es jetzt erstmal Richtung Küste gehen. Der Weg war ein Wanderpfad übersäht mit Pflanzen welche mir die Beine zerkratzten, immer wieder stand eine Kuh im Weg. Aber Kuh ist ja ok. Doch wie will der Bauer die hier jemals wieder finden, dachte ich mir? Dann der Moment als ich nicht mehr weiterlaufen konnte. Ich kam über ein Bergkuppe, sah das Meer und am leicht diesigen Horizont Marokko. Da wurden meine Knie weich und es viel eine riesige Last von mir. Es dauerte einige Minuten bis ich mich wieder gesammelt hatte. Es waren immerhin noch 14 Km an der bergigen Küste. Ein stetiges Auf und Ab. Dann sah ich den Leuchtturm das erste mal und wieder wurden die Beine weich, aber nicht so schlimm. Die Freude ließ ich raus. Ankunft am Hafen: Leider nicht direkt bis zum Leuchtturm, da dieser Bereich abgesperrt ist. Ein Köstritzer Spezialbier gab es zur Belohnung, welches mir mein Freund Steve Brückner als Belohnung mit auf den Weg gegeben hat. Der letzte Lauftag hat mich nochmal richtig gefordert. Es war eine verdammt harte Etappe. Berge, Gegenwind, Stiere, Stacheldraht, Dornen, gesperrte Wege, Hitze, es fehlte nur noch der Schnee. Aber jetzt ist alles egal. Das Ding habe ich gerockt. Wieder mal gezeigt DNF (Do not finish) gibt es bei mir nicht. Zahlen und Fakten zur Tour kommen im Abschlußbericht. Aber es waren am Ende 5003,99Km. Heute waren es 56,48 Km in 06:07 Std:Min bei 1083Höhenmetern. Jetzt fahren wir bis tief in die Nacht zurück. Ziel Lloret de Mar. Dort wird morgen ein wenig gefeiert. Bevor es übermorgen dann nach Deutschland zurück geht. Angekommen ist das Ganze bei mir noch nicht wirklich. Wahrscheinlich merke ich das morgen, wenn ich nicht mehr laufen muß. Danke an Euch alle. Denkt dran es kommt noch ein Bericht...


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